Sparkasse nürnberg Musterdepot

Wesentliches Ergebnis der Umfrage: Erhebt eine Bank Strafzinsen von 0,5 Prozent und liegen die Schließfachgebühren bei weniger als 50 Euro im Jahr, kann sich bereits ab 10 000 Euro Bargeld ein Schließfach eher lohnen als ein Konto. In ein kleines Schließfach passt ein solcher Geldbetrag aus Bündeln mit großen Scheinen in der Regel ohne Probleme rein. Einige Geldinstitute bieten kleine Schließfächer tatsächlich bereits für weniger als 50 Euro im Jahr an. Die günstigsten Mietpreise haben die Volksbank Köln Bonn (30,70 Euro), die Kreissparkasse Köln (33 Euro), die Frankfurter Volksbank und die Saalesparkasse (35 Euro) sowie die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die Volksbank Mittelhessen (je 35,70 Euro). Fast 200 Menschen arbeiten bei der 1822direkt. Das ist wenig, wenn man es mit anderen Direktbanken der gleichen Größe vergleicht. Allerdings ist das Unternehmen ja nur eine Vertriebsgesellschaft, viele Arbeiten werden von der Frankfurter Sparkasse abgewickelt. Dort sind mehr als 1.700 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einer Bilanzsumme von fast 18 Milliarden Euro und Kundeneinlagen von mehr als 15 Milliarden ist sie die fünfgrößte Sparkasse in Deutschland, nach denen von Hamburg, Berlin, der Sparkasse Köln-Bonn und der Kreissparkasse Köln, aber vor der Sparkasse München. Manche Quellen sehen sie sogar als viertgrößte Sparkasse, weil die Sparkasse Berlin kein eigenständiges Unternehmen ist, sondern eine teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts innerhalb der Landesbank Berlin. Viele Menschen antworten auf die Frage nach Deutschlands größter Bank mit „die Sparkasse“.

Das ist allerdings nicht ganz richtig, denn die Sparkassen-Gruppe besteht aus zahlreichen regionalen, unabhängigen Instituten. Die Sparkasse Mainfranken-Würzburg und die Landessparkasse Oldenburg sind unabhängige Institute, ja selbst die Stadtsparkasse Düsseldorf und die Kreissparkasse Düsseldorf sind zwei verschiedene Unternehmen. Gemeinsam ist ihnen, dass Sparkassen nicht gewinnorientiert arbeiten, sondern per Gesetz einen Gemeinwohlauftrag erfüllen müssen. Ähnlich wie die Volks- und Raiffeisenbanken entstanden sie, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben zu sparen und Kredite aufzunehmen. Die Dienste der Bankhäuser standen damals nämlich nur wohlhabenden Bürgern offen, vor allem Kaufleuten und Adeligen. Als älteste Sparkasse gilt die Sparkasse Salem–Heiligenberg, die auf die 1749 gegründete „Ordentliche Waisenkassa“ des Klosters Salem zurückgeht. Von fünf Ausnahmen abgesehen sind die Sparkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Mitarbeiter werden deshalb oft nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt, bis vor nicht allzu langer Zeit war sogar ein großer Teil verbeamtet.

Nur fünf Sparkassen in Norddeutschland, darunter die Hamburger und die Bremer Sparkasse, sind Aktiengesellschaften. Sie sind aber nicht börsennotiert, sondern befinden sich im Besitz von Vereinen oder Stiftungen, beziehungsweise im Falle der Hamburger Sparkasse einer juristischen Person alten hamburgischen Rechts. Auch die Frankfurter Sparkasse war ursprünglich eine freie Sparkasse, trat 2007 aber aus dem Verband der freien öffentlichen Sparkassen aus, nachdem sie 2005 von der Landesbank Hessen-Thüringen gekauft und 2007 in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umbenannt worden war. Die Mehrheit der Banken vermietet Schließfächer ohnehin nur an Interessenten, die bereits Kunde bei der Bank sind. Häufig wird dafür ein Girokonto bei der Bank vorausgesetzt, bei einigen sollte darüber auch das Gehalt überwiesen oder das Konto als ein Geschäftskonto genutzt werden.

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